RB Hatzendorf-Unterlamm rüstet Feuerwehr mit DEFI aus

Minuten gegen den Herztod

Kampf dem Herztod: Zirka 40.000 Menschen in Österreich leiden an Herzkreislauferkrankungen. Über 15.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen eines Atem-Kreislaufstillstandes. - Dieser Notfall kündigt sich meist nicht an und kann jeden treffen.

Der plötzliche Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in den Industrienationen.

Die Raiffeisenbank Hatzendorf-Unterlamm übergab im Zuge der Generalversammlung am 25. Juni 2010 vier Defibrillatoren (DEFI) an die Feuerwehren Hatzendorf, Johnsdorf-Brunn, Weinberg und Unterlamm. Geschäftsleiter Dir. Manfred Maier und Geschäftsleiter Dir. Johann Krenn sind nicht nur darauf bedacht die Gelder ihrer Kunden verantwortungsvoll zu veranlagen, sondern versuchen ihnen auch Sicherheit zu geben, ganz nach dem Leitsatz der Bank "In der Region für die Region" und "Miteinander", denn nur "gemeinsam sind wir stark".

HBI Maurer (FF Unterlamm), GL Dir. Krenn, HBI Kager (Johnsdorf-Brunn), AR-Vors. Hammer, HBI Temmel (Weinberg), GL Dir. Maier, HBI Franz Auner


Was ist ein Defibrillator?

Ein Defibrillator, Schockgeber, ist ein medizinisches Gerät zur Defibrillation. Die Defibrillation ist eine Behandlungsmethode gegen lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und Kammerflattern, bei der durch starke Stromstöße die normale Herzaktivität wieder hergestellt werden soll.

Wann kann ein Defibrillator zum Einsatz kommen?

Der Defibrillator kann dann zum Einsatz kommen, wenn der Notfallpatient bewusstlos ist und einen Atem-Kreislauf-Stillstand hat.

BAK - Kontrolle

  • Bewusstseinskontrolle:
    • reglosen Notfallpatienten ansprechen und berühren
    • leichten Schmerzreiz zufügen
  • Atemkontrolle:
    • öffnen beengender Kleidungsstücke
    • Atemwege (Mundhöhle) auf Fremdkörper überprüfen und freimachen
    • Überstrecken des Kopfes nackenwärts, um frei Atmung zu ermöglichen
    • Atmung kontrollieren durch:
      • Hören (Atemgeräusche)
      • Sehen (Brustkorbbewegungen)
      • Fühlen (Ausatemluft)
  • Kreislaufkontrolle:
    • Fühlen des Pulses an der Halsschlagader (5 bis 10 Sek.)

Lebensrettende Sofortmaßnahmen:

Der Patient ist bewusstlos und hat normale Atmung:

--> Notruf absetzen (falls noch nicht gemacht)

--> Stabile Seitenlagerung

Der Patient ist bewusstlos und hat keine normale Atmung:

--> Notruf absetzen (falls noch nicht gemacht)

--> 30 Herzdruckmassagen und 2 Beatmungen

--> Defibrillator einsetzen (sofern vorhanden) - den Sprach- und schriftlichen Anweisungen folgen!