Feuerwehrabschnittsübung

Abschnitt II - Fehring

Explosion eines Biodieseltanklagers


Am Donnerstagabend, 14.04.2011 wurde eine Übung aller Feuerwehren des Abschnittes Fehring beim Wirtschaftspark „Grüne Lagune“ (Grüne Lagune 1, 8350 Fehring, www.gruene-lagune.at) durchgeführt. Im Mittelpunkt dieser Übung stand das Gelände/Gebäude der HPF Biokraft Hirtl GmbH, welche unter anderem auch Biodiesel herstellt (www.hpf-biokraft.at).

Übungsannahme:

  • Explosionsartiger Brandausbruch beim Umpumpen von Biodiesel aus dem Lager in den Tankwagen mit mehreren Verletzten
  • Brand des Tankwagen und des Tanklagers
  • Mehrere Verletzte im verrauchten Gebäude

 


Beim Umpumpen von Biodiesel aus dem Tanklager in einen Tankwagen kam aus zu einem explosionsartigen Brandausbruch.
Anrainer verständigten gegen 19 Uhr über den Notruf 122 die Feuerwehr und meldeten, dass es zu einer Explosion mit mehreren Verletzten bei einem Biodiesel Hersteller im Fehringer Wirtschaftsparkt gekommen ist. Die Bezirksalarmzentrale der Feuerwehr, Florian Feldbach, alarmiert daraufhin die zuständige Feuerwehr Fehring.

Beim Eintreffen der einsatzleitenden Feuerwehr Fehring wurde festgestellt, dass der Tankwagen und Teile des Tanklagers bereits in Vollbrand steht und die Flammen auf das angrenzende Bürogebäude übergreifen. Anrainer Informierten den Einsatzleiter, OBI Kniely Franz (FF Fehring) darüber, dass sich noch weitere Personen im Gebäude befinden.
Der Einsatzleiter fordert zur Verstärkung alle Feuerwehren des Abschnittes Fehring sowie das Rote Kreuz an.

Die Feuerwehren erhielten die Aufträge das verrauchte Gebäude mit schwerem Atemschutz nach Personen zu durchsuchen und mit einem Innenangriff den Gebäudebrand zu bekämpfen.

 


Der Brand des Tanklagers wurde mit Schaum gelöscht. Wegen der großen Hitzeentwicklung war es für die eingesetzten Atemschutztrupps nötig auch einen Hitzeschutz zu tragen. Weiters wurden auch die Wasserwerfer der Tanklöschfahrzeuge eingesetzt, da wegen der großen Hitze nicht zu nahe an den Brandherd vorgerückt werden konnte.

Aufgrund der Größe des Brandes mussten Versorgungsleitungen von der nahegelegenen Raab und von zwei Hydranten aufgebaut werden um die eingesetzten Strahlrohre und Tanklöschfahrzeuge mit genügend Wasser zu versorgen. Insgesamt wurden für diese Versorgungsleitungen vier Tragkraftspritzen (Pumpen) eingesetzt.

Die aus dem Gebäude geretteten Personen wurden von den Atemschutztrupps am Sanitätsplatz an die Feuerwehrsanitäter übergeben, die diese mit Unterstützung des Roten Kreuzes Fehring, dem Abschnitts-Feuerwehrarzt Dr. Koroschetz und Frau Dr. Schuster-Böhm erstversorgten.

Gegen 20.30 Uhr konnte von der Einsatzleitung Brand aus gegeben werden.

Einsatzbefehle für die FF Hatzendorf:

Die FF Hatzendorf hat mit insgesamt 14 Kameraden und 3 Fahrzeugen an dieser großen Übung teilgenommen. Zwei Feuerwehrsanitäter wurden für die Versogung der Verletzten an den Sanitätsplatz abgestellt. Der Atemschutztrupp durchsuchte das verrauchte Gebäude (Sichtweite unter 50cm) nach Verletzten. Mit dem TLF 4000 bzw. unter ZuhilfeNahme des Wasserwerfers wurde versucht, den Tankwagenbrand zu löschen.

Fazit von Abschnittsbrandinspektor Eduard Schreiner:
Die Zusammenarbeit der einzelnen Feuerwehren funktionierte reibungslos. Auch der Aufbau der langen Versorgungsleitungen war kein Problem. Es wurde rasch und vorbildlich gearbeitet, ohne sich oder andere zu gefährden. Die eingesetzten Trupps mit schwerem Atemschutz konnten ohne Schwierigkeiten die Personen im Gebäude finden und retten. Alles in allem war die Übung ein voller Erfolg.
Ein Danke an meinen Stab für die tolle Übungsvorbereitung und ein Danke an alle Kameraden für das Engagement und den aufopfernden Einsatz bei der Übung.

Fazit von Bereitschaftskommandant Fritz Koller (Ortsstellenleiter Rotes Kreuz Fehring):
Die Zusammenarbeit der Feuerwehrsanitäter und der Rettungssanitäter funktionierte tadellos. Der Ausbildungsstand der Feuerwehrsanitäter ist sehr hoch. Die Versorgung der Verletzten konnte durch die tolle, Hand in Hand gehende, Arbeit von Feuerwehrsanitätern, Rettungssanitätern und Ärzten optimal gewährleistet werden.

Eingesetzte Kräfte:

  • Alle Feuerwehren des Abschnittes Fehring (Fehring, Hatzendorf, Hirzenriegl, Hohenbrugg, Johnsdorf/Brunn, Kapfenstein, Mahrensdorf, Pertlstein, Pretal, Unterlamm, Weinberg)
  • Insgesamt nahmen 11 Feuerwehren mit 24 Fahrzeugen und 117 Mann teil
  • Rotes Kreuz Fehring mit 2 Rettungswagen und 6 Rettungssanitäter
  • Abschnitts-Feuerwehrarzt Dr. Koroschetz Wolfgang und Frau Dr. Schuster-Böhm Brigitte