Spekatkuläre Übung

Die Feuerwehren des Abschnittes II (Fehring), Breichsfeuerwehrverband Feldbach, führten am vergangenen Samstag, 13.10.2012, eine groß angelegte Übung durch. Insgesamt standen dabei elf Feuerwehren mit 28 Fahrzeugen und 147 Mann im Einsatz. Weiters war auch noch das Rote Kreuz Fehring, die Polizei Riegersburg und Fehring sowie das Kriseninterventionsteam (KIT) Steiermark im Einsatz.

Übungsannahme:

  1. Brand beim Kuhkaffee Friedl (Setzberg 68, Gemeinde Unterlamm), 3 Personen vermisst
  2. Verkehrsunfall auf der Hausbergstraße (unweit vom Kuhkaffee, Gemeinde Hatzendorf), 4 Personen verletzt, Verkehrsunfall passiert rund 40 Minuten nach dem Alarm für die Feuerwehren zum Brand

Beim Kuhkaffee Friedl am Setzberg in Unterlamm bricht gegen 13.30 Uhr ein Brand aus. Über den Notruf 122 wird die zuständige Feuerwehr Unterlamm alarmiert. Nach Eintreffen der FF Unterlamm und Erkundung durch den Einsatzleiter, Herbert Siegl (Kommandant FF Unterlamm) werden umgehend die zehn weiteren Feuerwehren des Feuerwehrabschnittes Fehring zur Unterstützung angefordert.
Drei Personen werden im Brandobjekt noch vermutet. Fünf Atemschutztrupps kommen zum Einsatz, um einerseits die Räumlichkeiten nach den Personen zu durchsuchen bzw. um einen Innenangriff durchzuführen. Die angrenzenden Wirtschafts- und Wohngebäude gilt es zu schützen und eine Brandausbreitung zu verhindern. Aus dem Lehenbach (Oberlamm) wurde mittels sechs Pumpen eine Zubringleitung von rund 1.200 Metern zum Einsatzort auf den Setzberg gelegt, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Weiters wurde auch von einem etwa 200 Meter entfernten Hydranten Löschwasser zum Brandobjekt befördert. Zur Betreuung der Verletzten und Angehörigen wurde das KIT-Steiermark verständigt.
Gegen 14.10 Uhr kommt es in der Nähe des Einsatzortes zu einem schweren Verkehrsunfall mit zwei eingeklemmten Personen und zwei weiteren Verletzten. Durch die Landesleitzentrale „Florian Steiermark" werden weitere Einsatzkräfte und Fahrzeuge nachalarmiert bzw. nicht eingesetzte Kräfte vom Brand abgezogen. Die zuständige Feuerwehr Hatzendorf, mit Einsatzleiter Franz Auner (Kommandant FF Hatzendorf), fordert zur Unterstützung zwei weitere Feuerwehren und das Rote Kreuz an. Die Verletzten werden von den Feuerwehrsanitätern bzw. Sanitätern des Roten Kreuzes erstversorgt. Mittels hydraulischem Gerät (Schere und Spreitzer) werden die eingeklemmten Personen aus den Fahrzeugen befreit und für den Abtransport stabilisiert.

Gegen 15.45 waren beide Einsatzszenarien erfolgreich abgeschlossen, alle Personen gefunden, der Brand gelöscht und die Brandausbreitung verhindert bzw. alle Verletzten beim Verkehrsunfall erstversorgt und aus ihrer Zwangslage befreit.

Fazit vom Übungsbeobachter Abschnittsfeuerwehrkommandant Eduard Schreiner:
Die Zusammenarbeit der einzelnen Feuerwehren funktionierte reibungslos. Auch der Aufbau der langen Versorgungsleitungen war kein Problem. Es wurde rasch und vorbildlich gearbeitet, ohne sich oder andere zu gefährden. Die eingesetzten Trupps mit schwerem Atemschutz konnten ohne Schwierigkeiten die Personen im Gebäude finden und retten. Auch beim Verkehrsunfall wurden die Aufgaben mit Bravur gelöst. Die Zusammenarbeit der Feuerwehrsanitäter und Rettungssanitäter funktionierte einwandfrei. Alles in allem war die Übung ein voller Erfolg. Dank an das Rote Kreuz Fehring sowie ans KIT-Steiermark bzw. an die Polizei Riegersburg und Fehring. Ein Danke auch an meinen Stab für die tolle Übungsvorbereitung und ein Danke an alle Kameraden für das Engagement und den aufopfernden Einsatz bei der Übung.

Fazit von den Übungsbeobachtern Bürgermeister Walter Wiesler (Gemeinde Hatzendorf) und Bürgermeister Robert Hammer (Gemeinde Unterlamm):
Danke für die Einsatzbereitschaft, die die Feuerwehrkameraden immer wieder an den Tag legen. Man ist froh darüber, dass es solche Idealisten gibt. Die Übung spiegelte den hohen Ausbildungsstand der Feuerwehren wieder. Es ist gut, dass es solche Übungen gibt, denn dann kommen auch Mängel im Wasserleitungsnetz zum Vorschein, wenn die benötigen Wassermengen am Hydranten nicht zur Verfügung stehen. Daher sind große Tanklöschfahrzeuge im ländlichen Raum unerlässlich.

Eingesetzte Kräfte:

  • Alle Feuerwehren des Abschnittes Fehring (Fehring, Hatzendorf, Hirzenriegl, Hohenbrugg, Johnsdorf/Brunn, Kapfenstein, Mahrensdorf, Pertlstein, Pretal, Unterlamm, Weinberg)
  • Insgesamt nahmen 11 Feuerwehren mit 28 Fahrzeugen und 147 Mann teil
  • Rotes Kreuz Fehring mit einem Rettungswagen und zwei Rettungssanitäter
  • KIT Steiermark mit drei Mann
  • Polizei Riegersburg und Fehring mit zwei Fahrzeugen und drei Mann