Gärgasunfall und Hackschnitzellagerbrand beim Gölles

Gärgasunfall mit sechs vermissten und zum Teil schwer verletzten Personen und parallel der Brand des Hackschnitzellagers bei der Essig- und Schnapsmanufaktur Gölles in Stang bei Hatzendorf (Stadtgemeinde Fehring) lautete die Übungsannahme, am 20.11.2015, für die Freiwilligen Feuerwehren Hatzendorf, Riegersburg und das Roten Kreuz.

Unter schwerem Atemschutz mussten die Vermissten so rasch als möglich gefunden und gerettet werden. Die eingesetzten Atemschutztrupps übergaben dann diese an die Feuerwehrsanitäter und das Rote Kreuz. Gemeinsam stellten die Sanitäter der Feuerwehr und des Roten Kreuzes die Erstversorgung der Patienten sicher. Es wurde Hand in Hand gearbeitet. Aufgrund der Anzahl an Verletzten bzw. der Verletzungsgrade wurden seitens der Rettung noch zwei Notärzte nachalarmiert.

Um den Brand des Hackschnitzellagers zu löschen, wurde der Swimmingpool des Hausherren, Alois Gölles, beinahe leergepumpt. Mittles Tragkraftspritze wurde das benötigte Löschwasser zu den an vorderster Front gegen die Flammen kämpfenden Feuerwehrmännern transportiert. Ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Hallen konnte verhindert werden.

Einsatzleiter ABI Anton Lindhoudt von der zuständigen Feuerwehr Hatzendorf hatte die Lage stets gut im Überblick und koordinierte die Einsatzkräfte. Insgesamt standen 48 Feuerwehrmänner mit 8 Fahrzeugen, sowie 9 Rettungskräfte und 2 Notärzte mit 4 Fahrzeugen im Einsatz.

Bei der Übungsnachbesprechung wurde nach Verbesserungspotentialen gesucht und sowie seitens der Feuerwehr und des Roten Kreuzes bekräftigt in Zukunft öfter solche „übergreifenden" Übungsszenarien zu planen. Die Zusammenarbeit der Nachbarfeuerwehren Hatzendorf und Riegersburg funktionierte einwandfrei. Auch im Ernstfall würden bei einem Brand bei der Essig- und Schnapsmanufaktur Gölles beide Feuerwehren alarmiert.

Die Familie Gölles lud die Einsatzkräfte abschließend zu einer Jause ein und bedankte sich für den Einsatz der geleistet wird. Obwohl man sieht, wie gut die Rettungskette funktioniert und wie rasch und professionell gearbeitet wird, möchte man nie in so eine Notsituation geraten, so Alois Gölles.

Als Übungsbeobachter fungierten HBI Franz Auner und OBM Franz Hölbling, der auch die Übung ausgearbeitet hat.


Eingesetzte Kräfte:
FF Hatzendorf: 31 Mann, 4 Fahrzeuge
FF Riegersburg: 17 Mann, 4 Fahrzeuge
Rotes Kreuz: 11 Mann (inkl. 2 Notärzte), 4 Fahrzeuge

 

 

Bildcredit: Pressedienst Feuerwehr/Nierensee