Katstrophenhilfsdienst (KHD)

In der Steiermark ist zur Durchführung der erforderlichen Hilfsmaßnahmen bei Katastrophenfällen ein sogenannter Katastrophenhilfsdienst in den einzelnen Bezirken (Bereichen) zu installieren.

Der KHD wird aus den bestehenden Einsatzkräften und Ausrüstung der einzelnen Bereichsfeuerwehrverbände gebildet, ohne die Einsatzbereitschaft zur Erfüllung der Aufgaben für den örtlichen Einsatzbereich zu schwächen.

Die Tätigkeiten umfassen Maßnahmen zur Verhütung, zur Vorbereitung der Abwehr und zur Bekämpfung von Katastrophen im überörtlichen Bereich.

Der KHD ist eine taktische Einheit, welche aufgrund der mannschaftlichen und gerätemäßigen Ausstattung in der Lage ist, bei Brand- und Katastrophenfällen, taktische Aufgaben selbstständig durchzuführen.

Die Aufgaben des KHD sind:

a)  die überörtliche Hilfeleistung über Anforderung der Gemeinden, Bezirksverwaltungsbehörden und Landesregierung.

b)  Einsätze der KHD - Sonderdienste aufgrund der Ausrüstung und Ausbildung (z.B. „Waldbrand - Sonderlöschzug" oder TLF - Züge)

c)  Einsatzreserve bei Großeinsätzen zur Sicherstellung der Ablösung von eingesetzten Mannschaften.

Der Kommandant des Katastrophenhilfsdienstes des Bereichsfeuerwehrverbandes Feldbach (KHD 45) wird mit BI Ing. Anton Lindhoudt von der FF Hatzendorf gestellt. Im Stab der KHD 45 arbeiten noch weitere drei Kameraden der FF Hatzendorf mit, was wiederum die hervorragende Ausbildung der Hatzendorfer Feuerwehrmänner unterstreicht.

Die beiden letzten Großschadensereignisse, zu denen die KHD 45 abrücken musste, waren beispielsweise das Hochwasser in Niederösterreich im Jahr 2002, der Schneeräumeinsatz in Mariazell 2006 und die Unwetter im Bereich Trieben/St. Lorenzen i. Paltental 2012.

Die KHD Einheiten der Feuerwehr sind nur innerhalb weniger (!) Stunden Abmarschbereit um überörtlich in Einsatz zu gehen und zu helfen. KEINE andere Einsatzorganisation in Österreich ist nur annähernd so flexibel wie die Feuerwehr.